Die Weimarer Wohnstätte verkauft die Lisztstraße 12 – und wir haben die einmalige Chance erhalten, dieses Haus in kollektives Eigentum der Mietenden zu überführen. Mit unserem Konzept konnten wir eine Kaufoption erhalten. Nun liegt es an uns allen, diese Vision gemeinsam zu verwirklichen.


Wir wollen auf 600 m² sicheren Wohnraum zu langfristig stabilen Mieten schaffen – ohne Verdrängungsgefahr. Das Hausprojekt gehört auf alle Zeit den Mietenden. Die Lisztstraße 12 wird ein Modellprojekt für selbstverwaltetes Wohnen in Weimar.

In direkter Nachbarschaft zu unserem erfolgreichen Co-Working-Space WerkBank entsteht so ein einzigartiges Ökosystem: Leben und Arbeiten in kollektivem Eigentum, demokratisch selbstverwaltet, dauerhaft dem Spekulationsmarkt entzogen.

Es können noch Wohninteressent*innen und Engagierte dazukommen, die sich an Planung, Auf- und Ausbau beteiligen möchten! Das Haus bietet Wohnraum für bis zu 20 Menschen von Groß bis Klein und hat noch Platz. Wenn ihr Teil der Lisztstraße werden möchtet, kontaktiert uns gerne.

Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung trias wird das Grundstück für immer der Spekulation entzogen. Die Mietenden behalten die Kontrolle über ihr Zuhause.

(c) Martin Staffa

Die aktuellen Bewohnenden werden in alle Prozesse eingebunden und erhalten die Chance, nach der Sanierung wieder in ihr Zuhause einzuziehen oder sogar während des Umbaus im Haus zu bleiben.

(c) Thomas Radünz

Mindestens 350.000 € werden in den kommenden 3 Jahren in Dach, Fassade und Fenster investiert. Durch Eigenleistung und kluge Planung halten wir die Mieten auf einem langfristig bezahlbaren Niveau.

(c) A. Weller

Die Lisztstraße 12 ist das zweite Projekt unserer Dachgesellschaft. Weitere Hausprojekte sollen folgen – für einen solidarischen Weimarer Wohnungsmarkt.


Wir sind über 100 Menschen aus unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen: Architektur, Gestaltung, Immobilienwirtschaft, Kunst, Musik, Informatik, Psychologie, Biologie, Handwerk und vieles mehr. Was uns verbindet? Der Wunsch nach selbstbestimmtem Wohnen und Arbeiten – und die Überzeugung, dass Häuser denen gehören sollten, die darin leben.

Unser gemeinnütziger Verein wurde 2010 gegründet, um am Goetheplatz 9b die Kreativ-Etage zu betreiben. Seit 2022 entwickeln wir mit unserer Tochtergesellschaft, der Häuser für Alle Weimar GmbH kreative Lösungen für langfristig bezahlbare Wohn-, Arbeits- und Kulturräume im Kollektiveigentum.

Unser Erfolg: 2022 kauften wir die WerkBank Weimar in der Schubertstraße 10 – Thüringens ersten selbstverwalteten Co-Working-Space im kollektiven Eigentum. Mit einem Investitionsvolumen von 2 Millionen Euro schufen wir 900 m² moderne Arbeitsflächen.

Unsere Tochtergesellschaft ist die rechtliche Eigentümerin der Immobilien. Sie vermietet die Räume an die Mitglieder des Vereins – die Mietenden sind also gleichzeitig Vermieter*innen. So entsteht eine zirkuläre Eigentumsstruktur, die verhindert, dass Häuser je wieder spekulativ gehandelt werden können.

Die Stiftung trias ist Deutschlands führende gemeinnützige Bodenstiftung für gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte. Sie kauft den Boden unter der Lisztstraße 12 und garantiert, dass das Grundstück nie wieder verkauft oder spekulativ genutzt werden kann.

Das Erbbaurecht wird an die GmbH vergeben gegen einen moderaten Erbbauzins (4% des Bodenwerts jährlich). Daraus finanziert die Stiftung ihre gemeinnützigen Bildungsprojekte. Die Stiftung trias hat bereits über 50 ähnliche Projekte in Deutschland begleitet.

Durch dieses Rechtsmodell können wir als Erste Thüringer Dachgesellschaft für Hausprojekte neue Häuser schnell kaufen, ohne jedes Mal neue Rechtsträger gründen zu müssen. Das senkt die Hürden massiv – und ermöglicht es vielen weiteren Hausprojekten, in unsere Dachgesellschaft zu kommen.


Mit dem Kauf der Lisztstraße 12 verfolgen wir klare Ziele, die weit über ein einzelnes Hausprojekt hinausgehen:

Wir entziehen Immobilien dauerhaft dem spekulativen Markt. Das Haus gehört den Mietenden – jetzt und für alle Zeit.

Private Bereicherung ist per Satzung ausgeschlossen. Überschüsse fließen in die Instandhaltung oder in neue Hausprojekte.

Die Lisztstraße 12 ist unser zweites Haus. Weitere sollen folgen – alle 2-3 Jahre ein neues Projekt. So entsteht ein stadtweites Netzwerk solidarischer Hausprojekte.

Wir teilen unser Wissen und unsere Erfahrungen. Andere Thüringer Städte sollen von unserem Modell lernen und eigene Dachgesellschaften gründen können.

  • Selbstverwaltung: 
    Die Bewohnenden entscheiden demokratisch über alle Belange ihres Hauses – von der Sanierung bis zur Nachbelegung.
  • Langfristige Sicherheit: 
    Stabile Mieten ohne Renditeerwartungen. Die Miete deckt nur die Kosten – nicht mehr.
  • Gemeinschaft: 
    Ein Haus, in dem Menschen nicht passive Konsument*innen, sondern aktive Gestalter*innen sind.


(c) Martin Staffa

Im April 2022 kauften wir die Schubertstraße 10 und verwandelten das ehemalige Bankgebäude in Thüringens ersten selbstverwalteten Co-Working-Space im kollektiven Eigentum.

(c) Niclas Zimmer

600 m² Wohnfläche für Menschen, die selbstbestimmt und solidarisch leben wollen.
616 m² Grundstück: dauerhaft geschützt vor Verkauf und Spekulation
Benötigte Eigenmittel: 250.000 € Direktkredite bis Ende Juni 2026 nötig
Status: Anhandgabe-Phase bis Ende Juli 2026

(c) Caspar Schmitz

Ihr seid eine Gruppe von Menschen, deren Haus verkauft werden soll? Ihr wollt euer Zuhause nicht an einen Investor verlieren? Ihr seid bereit, euch zu engagieren?
Kontaktiert uns


Ihr könnt uns auf drei Wegen finanziell unterstützen – je nachdem, was zu eurer Situation passt:

Was ist das?

Ihr leiht unserer GmbH einen Betrag ab 500€ für den Hauskauf und die Sanierung. Mit einer Kündigungsfrist von 6-12 Monaten je nach Vertrag.

Ziel: 250.000 € bis Ende Juni 2026

Zinsen: 0,5% bis 1,5% pro Jahr

Vorteil: Rückzahlbar und Zinsen zwischen 0,5% und 1,5% pro Jahr

Für wen? Menschen, die ihr Geld langfristig „parken“ und uns damit helfen wollen, solidarisches Wohnen in Weimar langfristig zu stärken.

Was ist das?

Ihr spendet an den gemeinnützigen Lösungslabor e.V. für die laufenden Ausgaben der Projektentwicklung.

Ziel: 10.000 €

Vorteil: Steuerlich absetzbar!

Für wen? Menschen, die uns unkompliziert bei der Entwicklung der Lisztstraße 12 unterstützen und eine Spendenbescheinigung erhalten möchten.

Was ist das?

Ihr stiftet Geld an die Stiftung trias für den Grundstückskauf.

Ziel: 60.000 €

Vorteil: Steuerlich absetzbar!

Für wen? Menschen, die langfristig Boden sichern wollen – nicht nur für die Lisztstraße, sondern für viele weitere Hausprojekte in ganz Weimar.

Sollten wir die Einzahlungsziele nicht pünktlich erreichen und der Kauf muss abgebrochen werden, können wir alle bis dahin eingegangenen Direktkredite sofort zu 100% zurückzahlen. Euer Geld wird bis dahin also nicht ausgegeben!

  • Ihr unterstützt ein sinnvolles Projekt mit sozialem und regionalem Bezug
  • Ihr erhaltet moderate Zinsen (0,5-1,5% pro Jahr)
  • Ihr könnt euer Geld bei Bedarf mit Kündigungsfrist zurückbekommen
  • Ihr seid Teil einer Bewegung für mehr solidarischen Wohnraum in unserer Heimatstadt
  • Es kann zum teilweisen oder vollständigen Verlust eures Geldes kommen
  • Keine Rückzahlung, falls die Zahlungsfähigkeit der GmbH gefährdet wäre
  • Keine gesetzliche Einlagensicherung wie bei Banken

Kontakt

Dein Anliegen

Schubertstraße 10
99423 Weimar

Telefon: 03643 / 877 61 70
E-Mail: post@loesungslabor.de
Web: www.werkbank-weimar.de

Thomas Radünz
Sebastian Kirschner

Eingetragen im Handelsregister Jena: HRB 519284


E-Mail: post@haeuser-fuer-alle.org

Besucht uns in der WerkBank! Wir freuen uns auf persönliche Gespräche, offene Fragen und eure Ideen.

Schreibt uns einfach oder ruft an, um einen Termin zu vereinbaren.


Wer kauft die Lisztstraße 12?

Das Haus wird gemeinsam von zwei Partnern gekauft: Die Stiftung trias kauft den Grund und Boden (191.000 €), die Häuser für Alle Weimar GmbH kauft das Gebäude.

Was passiert mit dem Boden?

Der Boden gehört dauerhaft der Stiftung trias. Die GmbH erhält ein Erbbaurecht für 99 Jahre (automatische Verlängerung). So ist das Grundstück für immer vor Spekulation geschützt.

Wie hoch ist die Miete nach der Sanierung?

Die genaue Miethöhe steht noch nicht fest, da sie von vielen Faktoren abhängt: Sanierungskosten, Ausbaustandard, Eigenleistungen, Höhe der Direktkredite, Bankzinsen. Unsere Prognose liegt bei ca. 10-14 €/m² kalt. Wir arbeiten daran, die Miete so niedrig wie möglich zu halten.

Werden die Altmietenden einbezogen?

Ja! Die aktuellen Bewohnenden werden in alle Prozesse eingebunden. Sie erhalten die Möglichkeit, Mitglied im Verein zu werden und nach der Sanierung wieder einzuziehen – entweder in ihre alte Wohnung oder eine andere Einheit im Haus.

Wann beginnt die Sanierung?

Wenn die Finanzierung steht und der Kauf im Sommer 2026 erfolgt, beginnt die Planungsphase im Herbst 2026. Die eigentliche Sanierung startet voraussichtlich Anfang 2027 und dauert etwa 18-21 Monate.

Was passiert, wenn die Direktkredit-Kampagne scheitert?

Falls wir die 100.000 € bis Ende April oder die 250.000 € bis Ende Juni nicht erreichen, wird der Kauf abgebrochen. Alle bis dahin eingegangenen Direktkredite können sofort zu 100% zurückgezahlt werden. Euer Geld wird bis dahin also nicht ausgegeben.

Kann ich meinen Direktkredit wieder zurückbekommen?

Ja! Direktkredite haben eine Kündigungsfrist von 6-12 Monaten. Wenn ihr euer Geld zurückbraucht, kündigt ihr den Vertrag. Wir suchen innerhalb der Kündigungsfrist nach neuen Direktkrediten, damit Ihr euer Geld nach Ablauf der Frist zurückbekommt.

Wie sicher sind Direktkredite?

Direktkredite sind Nachrang-Darlehen – das bedeutet: Im Falle einer Insolvenz werden erst Bankkredite bedient, dann Direktkredite. Es besteht das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Verlusts. Allerdings: Von über 200 Projekten im Mietshäuser Syndikat (unsere große Schwester) musste nur ein einziges Insolvenz anmelden.

Kann ich das Projekt auch mit einer Spende unterstützen?

Ja! Ihr könnt dem gemeinnützigen Lösungslabor e.V. spenden (Ziel: 10.000 € für die Projektentwicklungskosten Lisztstraße 12) oder an die Stiftung trias zustiften (Ziel: 60.000 € für den Bodenkauf). Beides ist steuerlich absetzbar!

Gehört das Haus dann wirklich den Mietenden?

Ja! Rechtlich ist die GmbH Eigentümerin, aber die GmbH gehört dem Verein – und im Verein sind die Mietenden als „Projektgruppe L12“ organisiert. Sie treffen alle Entscheidungen, die ihr Haus betreffen, soziokratisch. Private Bereicherung ist per Satzung ausgeschlossen. Das Haus kann niemals verkauft werden.

Wer kann Mitglied im Lösungslabor e.V. werden?

Alle, die sich mit unseren Zielen identifizieren und sich aktiv einbringen möchten. Besondere Entscheidungsbefugnisse bezüglich der Lisztstraße 12 haben natürlich die zukünftigen Bewohnenden dieses Hausprojektes – aber in unserem Verein sind alle Unterstützer*innen aus Weimar und Umgebung herzlich willkommen, sich in den Ausbau unserer kleinen Dachgesellschaft einzubringen.